Psychotherapie

Psychotherapie

Der Entschluss zu einer Psychotherapie entsteht aus dem Gefühl, Hilfe zu brauchen und zu wollen. Traumafolgestörungen (Link) belasten Menschen ganz erheblich, durch Psychotherapie kann ihnen wirksam und nachhaltig geholfen werden.  In einer Psychotherapie werden psychische Belastungen in einen neuen Zusammenhang gebracht, davon wiederum gehen stabilisierende und positive Auswirkungen auf den Klienten wie sein Umfeld aus.

Eine zentrale Rolle in der Psychotherapie spiel die Beziehung zwischen Klient und Therapeut. Die Behandlungsdauer ist je nach Person, Problematik und Umständen sehr unterschiedlich. In unserem Traumazentrum dauern Therapien zwischen durchschnittlich zwei Jahre, einige Klienten brauchen kürzere, einige längere Therapie. Dabei spielen die äußeren Rahmenbedingungen eine entscheidende Rolle. Am Ende einer Therapie sollte das traumatische Erlebnis kein Problem mehr sein, sondern eine Episode im Leben, die zwar Teil des Lebens bleibt, aber nicht mehr länger belastet.

Dabei gibt es nicht die EINE Psychotherapie, sondern verschiedene Ansätze.  Ein grundlegender Unterschied der diversen Therapierichtungen besteht in der zeitlichen Ausrichtung. Wir leben in der Gegenwart, hinter uns liegt die Vergangenheit, vor uns die Zukunft:

Eine Verhaltenstherapie orientiert sich häufig an der Gegenwart. Es geht darum, was jetzt passiert und was das Problem jetzt aufrechterhält. Das Problem lieg vielleicht schon länger zurück, löst aber in der Gegenwart Gedanken, Gefühle und Handlungen aus. Ziel ist, dieses Verhalten den Klienten bewusst zu machen, auf andere Gedanken zu kommen und dadurch auch Gefühle zu ändern.

Eine Tiefenpsychologie und Psychoanalyse konzentrieren sich dagegen mehr auf die Vergangenheit. Wie wurde mit den Betroffenen als Kind umgegangen, was hat er oder sie erlebt? Welche Spuren trägt die Person davon bis heute in sich? Das Ziel ist dabei, dass sich die Person selbst besser versteht und ihr dadurch ein besserer Umgang mit sich selbst ermöglicht wird.

Die Systemische Therapie beschäftigt sich eher mit der Zukunft und interessiert sich vor allem für das Umfeld, die Familie oder z.B. Schule (eben das „System“), in dem das jeweilige Problem entsteht und fortbesteht. Diese Konstellationen gilt es zu analysieren und zu benennen, damit der Knoten gelöst werden kann.  In der systemischen Therapie geht es zentral um Ziele in der Zukunft, also darum, wohin sich die betroffene Person entwickeln will. Aus dieser Zielorientierung wird das Problem überwunden.

Bei Refugio Villingen-Schwenningen e.V. arbeiten die Therapeuten nach den genannten anerkannten Ansätzen.

Was Psychotherapie bewirkt

(jährliche Evaluation aller Klienten von Refugio Villingen-Schwenningen e.V. ):

  • Nach nur ca. 10 Psychotherapiesitzungen ist bei über 60% der Betroffenen eine Entwicklung der psychischen Beeinträchtigung mit dem Trend „besser“ oder sogar „deutlich besser“ erkennbar.
  • Damit einher geht bei 50% der KlientInnen eine bessere oder sogar deutlich bessere Entwicklung der sozialen Beeinträchtigung.
  • Besonders auffällig ist der Rückgang bei Ein- und Durchschlafstörungen, Angst- und Panikattacken, Albträumen und Übererregbarkeit.
  • Nach ungefähr 20 Sitzungen Psychotherapie ist bei fast 100% eine wesentliche Verbesserung der psychischen und sozialen Beeinträchtigung festzustellen.
  • Das ebnet den Weg für einen erheblichen Rückgang des emotionalen und sozialen Rückzugs, der Depressivität wie auch psychosomatischer Beschwerden.

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